Malaga 2018 - Wir Dorschners

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Malaga 2018

23. Senioren-Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Malaga/Spanien vom 4.-16. September 2018

8.7. Eigentlich ist es der Wunsch meiner Frau, mal nach Spanien zu reisen. Málaga [ˈmalaɣa] ist die zweitgrößte Stadt in Andalusien und die sechstgrößte Stadt Spaniens. Die Hauptstadt der Provinz Málaga besitzt einen der größten spanischen Flughäfen, einen Handelshafen und eine Universität. Wegen ihres Klimas ist sie eines der wichtigsten Urlaubsziele der Iberischen Halbinsel.
Da die Sehkraft von meiner Frau Andrea nicht besser wird, ist es für sie wichtig, möglichst viel von der Welt noch mitzubekommen. So möchten wir die Weltmeisterschaften nutzen, um auch das spanische Flair kennenzulernen. Im Gegensatz zu Perth 2016 ist unsere Tochter nicht dabei, die uns eine große Hilfe war, aber wir werden das schon hinbekommen.
Die Anmeldung ist erfolgt und die Teilnehmerliste füllt sich von Tag zu Tag, da muß ich mich auf Vorläufe, Zwischenläufe und hoffentlich die Finals einstellen. Es gibt hohe Teilnehmerzahlen, sodass mein Ziel die Finalteilnahme sein muss. Zusätzlich hoffe ich auf eine Staffelteilnahme, die Einteilung erfolgt aufgrund der in Malaga erzielten Leistung.

15.7.  Die Anmeldung für Malaga ist geschlossen. Es haben sich 8197 Teilnehmer aus 101 Ländern angemeldet, ein wahrhaft hohe Zahl. Die mit Abstand meisten Teilnehmer mit 1792 stellt das Gastgeberland Spanien, gefolgt von Großbritannien mit 704 Meldungen und Deutschland mit 614 Teilnehmern. Die USA entsenden 443 Teilnehmer und Frankreich 417. Insgesamt haben die Senioren-Leichtathleten 16.207 Einzelmeldungen abgegeben. Als beliebteste Stadion-Disziplin haben die 200 Meter in den letzten Tagen knapp den 100 Metern den Rang abgelaufen. 1167 Meldungen über 200 Meter liegen vor, 1156 über 100 Meter. Beliebteste technische Disziplin ist das Diskuswerfen (636).
Die größten Teilnehmerfelder gibt es in den Altersklassen M/W50. Alleine 2.451 Einzelmeldungen entfallen auf diese Altersklasse. Immer beliebt sind auch die Zahlen der ältesten Teilnehmer. Málaga wartet mit zwei Startern über 100 Jahre auf, der Inderin Kaur Man und dem Italiener Guiseppe Ottaviani. Über 1.000 Einzel-Meldungen verzeichnen die Altersklassen 80 Jahre und älter.

Für die Organisatoren wird es eine große Herausforderung. Bei meinen Wettbewerben sind bei den 100 m jeweils 60 Teilnehmer, 200 m 54 Teilnehmer und 400 m 41 Teilnehmer gemeldet. Die Läufe finden in drei verschiedenen Stadien in Malaga statt. Da müssen wir ganz schön aufpassen.


1.9. So, die Anspannung steigt, die Koffer sind soweit gepackt, morgen gehts Richtung München. Sind schon gespannt, was uns in Spanien erwartet. Vom Flughafen in Malaga gehts mit dem Mietwagen ins Hotel. Mit Routenplaner per GPS sollte das kein Problem sein. Das Hotel liegt am Strand der Costa del Sol, da können wir zwischen den Wettkämpfen auch mal entspannen.



3.9. Heute fuhren wir zur Anmeldung ins Stadion, eine imposante Stätte. Es klappte gut, wir schauten uns die Örtlichkeiten an und fuhren wieder ins Hotel, um am Strand etwas zu essen. Das Eis kam oben drauf. So, von der Eröffnungsfeier zurück. Ein bunter Vielfalt aus Kulturen, es war imposant. Der Ablauf naja, aber der Kontakt zu den Masters aus vielen Ländern war super, wir haben mit Händen und Füssen geredet, sind meist klar gekommen.
4.9. Ein Stadtbummel von Malaga war angesagt. Eine pulsierende Millionenstadt mit viel Verkehr und viel Baulärm, aber auch schönen Kirchen, Museen und einer riesigen Kathedrale, leider konnte diese nur gegen Bezahlung und langer Wartezeit innen besichtigt werden, wir haben darauf verzichtet. In einer der "tausenden" Gaststätten ließen wir uns ein saftiges Omelett schmecken, das Frühstück wirkte noch. Nachmittags absolvierte ich noch eine kleine Aufwärmeinheit am Stadion Torremolinos, wo die Zehnkämpfer gerade ihren Wettkampf hatten. Morgen gehen für mich die Wettkämpfe los, es wird Zeit.
7.9. Heute standen die Vorläufe über 200 m mit endgültig 42 Teilnehmern statt. Die diese erst abends ausgetragen wurden, konnten wir noch eine Rundfahrt durch an Torremolinos aufragenden Berge unternehmen, wir hatten einen herrlichen Blick auf das Mittelmeer Richtung Marokko. Wir besichtigten Castillo de Colomares. Dies ist ein Denkmal in Form einer Burg, die dem  Leben und den Abenteuern von Christopher Colombus gewidmet ist. Es wurde  in der Nähe von Benalmádena in Spanien zwischen 1987 und 1994 erbaut. Ein sehenswertes, kleines Schloss mit Liebe zum Detail. Am Abend konnte ich meinen Vorlauf locker gewinnen. Die Zeit war Nebensache.
8.9. Heute war wettkampffrei und so bummelten wir durch Puerto Marina, dem Yachthafen von Torremolinos, der 1979 erbaut und 2009 nochmals erweitert wurde. Er wurde vor einigen Jahren zum schönsten der Welt gekürt. In das Wasser sind zahlreiche Luxuswohnungen  gebaut, so dass der Eindruck einsteht, man befände sich in Venedig.
10.9. Das Castillo de Gibralfaro ist die Ruine einer Burganlage auf dem Burgberg (Jbel-Faro = „Felsen des Leuchtturms“) innerhalb des Stadtgebietes der andalusischen Stadt Málaga. Zusammen mit der Alcazaba zählt sie zu den bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten der spanischen Provinzhauptstadt an der Costa del Sol. Wir besuchten das Castillo mit seinen vielen Treppen, aber sehenswert mit herrlichem Blick über die Stadt.
13.9. Wir entspannten heute im nur ein paar Kilometer entfernten Parque de la Paloma. Er gehört zu den schönsten und verblüffendsten  Parks der Costa del Sol. Er liegt im Zentrum von Benalmádena und ist  heute eine authentische grüne Lunge der Stadt, ein idealer Ort, um den  Kontakt mit der Natur zu genießen, frei lebende Tiere zu beobachten und  durch die riesigen Grünanlagen zu bummeln. Im Park kann man zahlreichen wild lebenden Tieren begegnen wie Kaninchen, Hühnern, Enten und Papageien.
15.9. Heute besuchten wir Pueblo, den alten Ortskern der Tourismusstadt Benalmadena, am Fuße der Berge der Sierra de Mijas.  Eine Sehenswürdigkeit der Stadt ist eine alte Kapelle, von der man  einen schönen Blick auf die Stadt und auf das Umland hat. Es ist sogar  möglich bis nach Málaga zu schauen. Der historische Stadtkern  besitzt für die Region typische mit Blumen geschmückte weiße Häuser.  Dies ist ein großer Kontrast zu einer sonst eher von Touristen geprägten  Stadt. Der Besuch lohnte allemal.
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